Outdoor in Berlin

Das Anpflanzen von Cannabis außerhalb der eigenen vier Wände, daher im freien, auch genannt Outdoor-Growen ist eine kostengünstige Variante, um sich mit Cannabisprodukten zu versorgen. Jedoch gibt es eine ganze Reihe an Aspekten, die hierbei berücksichtigt werden müssen, da nicht der gleiche Schutz wie bei einem Indoor-Grow besteht. Des Weiteren ist das Risiko von Cannabisgegner erwischt zu werden oder verpfiffen zu werden deutlich höhe.

Klima in Berlin und Umgebung

Das Klima in Berlin und Umgebung eignet sich hervorragend für den Anbau von Cannabis, da der Sommer meist etwas wärmer ist, als in anderen Regionen Deutschlands und es meist ziemlich trocken ist in den Sommermonaten. Von Mai bis September liegt die durchschnittliche Tagestemperatur deutlich über 15°C. Bei richtiger Sortenwahl können die Pflanzen auch zeitweise tiefere Temperaturen bis hin zu leichtem Frost überstehen. Des Weiteren liegen in Berlin und im Umland die Sonnenstunden am Tag in den Monaten Mai bis September deutlich über fünf Stunden am Tag. Also optimales Anbauklima. In den genannten Monaten betragen die Niederschlagstage etwa neun Tage pro Monat. Dies ist ausreichend für den Anbau für Cannabis und ermöglicht es so, dass nicht zusätzlich gegossen werden muss.

Der Anbauplatz

Der erste Schritt in Richtung eigenes Outdoor-Weed ist natürlich ein geeigneter Anbauplatz, was sich in Deutschland als äußerst schwer erweist, da es nicht sehr viele freie unbewohnte Flächen gibt. Der Anbauplatz muss ferner auch ausreichend Sonnenlicht für die Pflanzen zur Verfügung stellen können, daher es sollte sich um eine Lichtung handeln, an der die Sonne ungehindert den ganzen Tag den Boden berührt. Die Suche nach solch einem Platz kann sich als langwierig erweisen, jedoch lohnt es sich einen sicheren und sonnigen Anbauplatz zu suchen, da somit das Ergebnis hervorragend wird und die Pflanzen nicht von anderen vernichtet werden. Die Gegner im Game sind vor allem Jäger, Förster und Spaziergänger. Des Weiteren sollte auf eine gute Bodenqualität geachtet werden. Ist der Boden ganzjährig zu nass oder zu trocken, kann es zu Problemen beim Anbau kommen. Ungeeignet sind Böden die viel Lehm enthalten, da sich hier schnell das Wasser stauen kann und somit die Pflanzen beschädigt werden. Nadelwälder sind auch nicht geeignet, da hier der Boden im pH-Wert äußerst sauer ist. Als generelle Faustregel kann man seine Pflanzen dort platzieren, wo auch Brennnesseln wachsen, da sie ein Hinweis für optimale Bodenbedingungen für den Hanfanbau sind.

Ein weiterer Aspekt der beachtet werden sollte ist, dass die Pflanzen in der Blütezeit einen erheblichen Geruch von sich geben. Daher sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen möglichst weit weg von Wegen gepflanzt werden.

Vorbereitung des Anbauplatzes

Wenn man nun einen vernünftigen den Kriterien entsprechenden Anbauplatz gefunden hat, ist es ratsam den Boden für die Pflanzen vorzubereiten. Dies ist nicht immer nötig, hat sich aber in größeren Ernteerträgen bewiesen. Am besten ist es, wenn man auf einen Quadratmeter etwa zwei bis vier Pflanzen anbaut. Hierzu wird zuerst der Boden am Platz der Pflanze mit einer guten Blumenerde oder Humus aufgebessert. Dazu gräbt man ein Loch von etwa 20 Litern Ausmaß und vermengt die Erde aus dem Erdreich mit der Blumenerde. Um das Wachstum der Pflanze zu beschleunigen kann man noch Wurzelaktivator hinzu geben, der günstig in jedem Gartencenter zu erwerben ist. Langzeitdünger sollte auch hinzugegeben werden. Hierbei ist aber zu beachten, dass nicht zu viel gedüngt wird, da es sonst zu Schäden an der Pflanze kommen kann, die das Wachstum behindern.

Als äußerst empfehlenswert hat es sich erwiesen, die Pflanzen neben einem Maisfeld zu platzieren, zum Beispiel zwischen zwei Feldern, die durch einen kleinen Graben getrennt werden. Hier ist der Boden meist optimal für den Hanfanbau und die Pflanzen bekommen ausreichend Licht. Ferner ist die Sicherheit vor Entdeckung durch den Bauern hoch, wenn man keine Spuren am Growplatz hinterlässt oder die Pflanzen auffällig platziert. Verteilt man die Pflanzen am Rande eines Maisfeldes in ungeordnetem Abstand und bindet sie in die natürliche Vegetation mit ein, wird so schnell kein Bauer, Jäger oder Spaziergänger diese entdecken, auch wenn diese sich in unmittelbarer Nähe befinden.

Verhalten am und auf dem Weg zum Anbauplatz

Der Weg zum Anbauplatz sollte mit Bedacht gewählt werden. Es sollten möglichst keine Spuren hinterlassen werden und er sollte möglichst nicht einsehbar sein für Passanten. Auch sollte in der näheren Umgebung auffälliges Verhalten vermieden werden. Autos, Fahrräder oder Motorräder sollten, wenn möglich nicht in der unmittelbaren Nähe geparkt werden. Zum einen sieht so kein Passant mehrmals das gleiche Beförderungsobjekt in der Nähe des Growplatzes. Zum anderen ist es manchmal hilfreich, dass wenn man aufgeflogen ist am Anbauplatz und sich davon machen muss, sein Gefährt nicht dort stehenlassen zu müssen.

Es sollte auf unauffällige Kleidung geachtet werden. Eine glaubwürdige Ausrede, warum man dort unterwegs ist oder warum man sich gerade im Dickicht bewegt sollte im parat sein.

Die Cannabissorte

Da der Deutsche Sommer in der Regel kurz ausfällt hat es sich in Deutschland als gut erwiesen, Cannabispflanzen mit einem Anteil an Indica und einem Anteil von Sativa zu wählen. Ein Beispiel wäre die Sorte TNR von K.C. Brains. Diese Sorte entstammt aus einer Sativa und wurde mit einer Indica gekreuzt. Der Indica-Anteil sorgt dafür, dass die Pflanze nicht so lange braucht um erntereif zu sein. Diese Pflanze kann mit entsprechender Vorzucht schon Ende September geerntet werden und bietet einen enormen Ertrag mit sehr guter Qualität. Des Weiteren ist diese Pflanze sehr stark gegenüber Schädlingsbefall. Mit Schimmel in der Blütezeit hat man bei dieser Sorte eigentlich keine Probleme.

Die Sortenvielfalt auf dem Markt ist sehr groß. Es sollte wie beschrieben darauf geachtet werden, dass es eine Pflanze mit einer Mischung aus Indica und Sativa ist. Eine reine Indica wächst nicht so hoch, ist schnell erntefertig, produziert dafür aber sehr kompakte Buds, die schimmelanfällig sind. Es empfiehlt sich Pflanzensorten zu wählen, die für den Anbau in Deutschland geeignet sind.

Des Weiteren ist es sinnvoll feminisiertes Saatgut zu verwenden, da hierdurch verhindert wird, dass unbrauchbare männliche Cannabispflanzen angebaut werden.

Vorzucht

Die Pflanzen sollten wenn möglich zu Hause vorgezogen werden. Hierzu werden diese gekeimt und in kleinen Töpfen mit Anzuchterde vorgezogen und dann Mitte Mai bis Ende Juni draußen eingepflanzt. Die Temperatur sollte zu dieser Zeit nicht mehr unter 15°C sinken. Um die Pflanzen zu stärken kann auf besondere Düngemittel bzw. Booster zurückgegriffen werden. Ein Booster ist zum Beispiel Triacontanol. Dieser Booster ist ein Pflanzenhormon und wird dem Gießwasser hinzugefügt und sorgt für ein kräftiges Wachstum. Hierdurch wird die Pflanze robuster und kann sich am Anbauplatz schnell und gut entwickeln. Ein anderer Zusatz ist zum Beispiel SuperVit von Hesi.

Ernte

Wenn alles erfolgreich verlief kann meist gegen Ende September das Weed geerntet werden. Hilfreich ist es sich dazu nur kurz am Anbauplatz aufzuhalten und die wertvollen Pflanzenteile abzuschneiden und in einem schwarzen Müllbeutel zu verstauen. Die Maniküre der Buds erfolgt dann an einem sicheren Ort. Zu beachten ist bei der Ernte, dass die Blüten trocken sind, da sonst wertvolle THC-Kristalle verloren gehen können und das Weed nachher schimmelanfällig ist bei der Trocknung und Lagerung.