Wie funktioniert biologischer Hanfanbau?

Biologischer Anbau im Allgemeinen

Der Trend zum Gesunden hat großen Anklang gefunden und bahnt sich seinen Weg weiter nach vorn. Die Menschen ernähren sich bewusster und setzen immer mehr auf biologische Lebensmittel und Textilien. Es ist ein regelrechter Boom, den die ökologische Landwirtschaft erlebt. Der biologische Anbau findet weltweit immer mehr Anhänger. Bei dieser Art von Anbau wird bei der Herstellung von Erzeugnissen und Produkten darauf geachtet, dass so wenig wie möglich industrielle Prozesse beteiligt sind. Dieser Trend ist nicht nur modern, nein er scheint langfristig das Denken der Menschen verändert zu haben. Die bewusste Entscheidung vom Konsum biologisch angebauter Lebensmittel, ist nicht nur das Schützen unserer Gesundheit durch das Reduzieren verschiedenster Zusatzstoffe. Damit wird der nachhaltige Anbau unterstützt und ebenso Natur und Umwelt. Diese Werte und Konsumart können ebenso auf den Anbau von Cannabis übertragen werden.

Was bedeutet biologischer Hanfanbau?

Der Anbau von Bio-Cannabis erfolgt ohne chemische Düngemittel oder anderen Schadstoffen. Konsumieren Sie den eigens angebauten Cannabis, so schützen Sie Ihren Körper vor Giftstoffen. Der biologische Anbau verspricht zudem, bei korrekter Pflanzung, eine potentere und saftigere Ernte. Ein weiterer Grund für den Bioanbau ist das Respektieren der Pflanze in Ihrer natürlichen Umgebung und Raum. Dieser Aspekt ist von großer Wichtigkeit, wenn man an die große Produktion im Freien (Outdoor) für kommerzielle Zwecke denkt. Sehr viele erfahrene Experten weltweit setzen auf den biologischen Anbau. Sie kennen die unzähligen negativen Folgen der Nutzung synthetischer Düngemittel, Pestizide und Herbizide für unsere Gesundheit und Umwelt. Ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil des Bioanbaus ist der außerordentliche Ertrag. Dieser Vorteil ist wohl der Bedeutendste. Bisher war der Bioanbau stets stark abhängig vom Mikroklima. War dieses nicht optimal, ist es möglich, dass die Erträge geringer ausfallen als beim konventionellen Cannabisanbau. Aufgrund der heutzutage im Handel sehr gut erhältlichen Bio-Produkte, hat sich die Situation stark verändert. Die Erfindungen des Superbodens und des „Super Soil“ trugen maßgeblich dazu bei. Der Superboden wird als „Super Soil“ bezeichnet und besteht aus rein biologischen Bestandteilen. Seine Inhaltsstoffe werden genau auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt. Auf der Basis von tierischem Dung, anderen Nährstoffen und organischen Rückständen kann er spielend leicht in Selbstherstellung erfolgen. Das Erfolgsgeheimnis des „Super Soil“ liegt im Nährboden, welcher optimal für Mikroorganismen ist. Diese wiederum erzeugen die wichtigen Huminsäuren und Fulvosäuren, welche die Cannabispflanze mit vielen Nährstoffen versorgt. Die Zusammensetzung und Fülle an Bestandteilen des „Super Soil“ hilft der Pflanze also maßgeblich bei der Entwicklung ihres kompletten Potenzials. Der Ertrag kann damit so unglaublich hoch sein und erfordert Ihrerseits lediglich die Gabe von Wasser.

Erde selbst herstellen

Viele erfahrene Experten im Anbau von Cannabis nutzen für beste Erfolge eine selbst hergestellte Erdmischung. Dies erfordert etwas Zeit und Aufwand, was sich aber alle Male lohnt. Um die Erde zu mischen ist es empfehlenswert, eine große Plastikwanne oder beispielsweise ein Kinderplanschbecken zu verwenden. Möchten Sie größere Mengen anmischen, so können Sie dafür eine saubere, bestenfalls neue Gewebeplane benutzen. Sehr wichtig ist es, die einzelnen Komponenten gründlich zu vermischen. Dies nimmt etwas Zeit in Anspruch, sollte aber sorgfältig gemacht werden, da andernfalls verschiedene Konzentrationen in den Töpfen verteilt sind und unerwünschte Ergebnisse zur Folge hat.

Auf 100L Erde benötigen Sie:

  • 80L Einheitserde/Nullerde bzw. kaum gedüngte Erde (alternativ eine Mischung aus 1 Teil Kompost, 1 Teil Torf und 1 Teil Perlite), 80% Teil
  • 10L Perlite, 10% Teil
  • 10L der selbst gemischten, biologischen Düngekomponenten, 10% Teil (bestehend aus 0,25L Kalk, 8L Wurmmist, 0,25L Hornmehl, 0,25L Urgesteinsmehl, 0,25L Hornspäne, 700g Guano-Pulver, 300g Fischmehl)

Die Lagerung der Erde sollte in luftdichten Behältern erfolgen wie z.B. Plastiksäcke, die über ausreichende Luftlöcher verfügen. So vermeiden Sie Schimmel. Vor der Nutzung sollte die Erdmischung etwa 4 Wochen „reifen“. Die Mikroorganismen können sich so entsprechend vermehren und die Erde mit Nährstoffen anreichern.

Umweltbelastung sinkt

Die Umstellung auf den biologischen Anbau hat, wie bereits erwähnt, auch grundlegende Vorteile gegenüber unserer Umwelt und Natur. Betrachtet man die Folgen des kontinuierlichen Einsatzes von synthetischen Düngemitteln im Bereich Ackerbau, so sind diese katastrophal und weitreichend. Das mikrobielle Nahrungsmittelnetz wurde zerstört, Huminsäuren und kohlenstoffreiches Material verminderten sich enorm und auch die wichtigen Fulvosäuren reduzierten sich drastisch. Die Liste ist hierbei lange nicht komplett. Es gibt unzählige Anbauflächen weltweit, die langfristig gesehen unfruchtbar geworden sind. Über mehrere Jahrzehnte setzt man dem Boden noch weiter zu durch den Einsatz unterschiedlicher Pflanzenschutzmittel sowie Pestiziden. Unzählige Krankheiten diagnostizieren Mediziner aufgrund des Fehlens von Spurenelementen. Diese katastrophalen Veränderungen können vermieden und eingedämmt werden, indem auf schädliche Produkte verzichtet wird. Auch sollte auf biologische Techniken zur Schädlingsbekämpfung zurückgegriffen werden statt auf konventionelle Techniken wie chemische Pflanzenschutzmittel.

Verbesserung von Aroma, Potenz und Geschmack

Das Überangebot von natürlichen Nährstoffen hat zur Folge, dass die Pflanze sichtlich gesünder und stärker ist. Sie bildet eine größere Menge Terpenen, Cannabinoiden und Terpenoiden. Dies verbessert die Wirkung und Potenz. Deutlich bemerkbar sind dadurch das viel intensivere Aroma und auch der Geschmack. Beim Einsatz chemischer Produkte entstehen zwangsläufig Abfallstoffe. Diese Abfallstoffe verändern den Geschmack. Chemische Rückstände bei Cannabis führen zu deutlich stärkerem Kratzen im Hals, wobei biologisch angebautes Cannabis wesentlich milder und reiner ist.

Gesundheitliche Aspekte

Besonders beim Konsum von Cannabis zu medizinischen Zwecken ist der biologische Anbau von großer Bedeutung und Wichtigkeit. Der Einsatz von biologischem Cannabis trägt deutlich zur Verbesserung von Gesundheit bei.